Nachdem ich davon ausgehe, dass die Widersprüche (die beiden vorangegangenen Artikelchens) beide abgelehnt werden unter absurdesten Begründungen - hey, darin sind die wirklich kreativ! - wird das ganze natürlich vor dem Sozialgericht landen.
Ein Kollege von mir hat im Übrigen gerade eine identische Klage am Laufen, auch ihm wurden unberechtigterweise im Vorfeld aufgrund einer Prognose existenzsichernde Leistungen gemindert.
Der beauftragte Rechtsanwalt schüttelte nur den Kopf, die Klage ist eingereicht und im Grunde bereits gewonnen.
Im Übrigen tragen die Kosten für den Rechtsanwalt der Staat, die Kosten für das Gerichtsverfahren trägt ebenso der Staat, genauso wie die Auslagen des Jobcenters bzw. deren Rechtsvertretung... alles Steuergelder, die dort im Kamin verfeuert werden.
In meinem Fall wird es genau das selbe Spiel werden.
Die Widersprüche, so sie denn abgelehnt werden, und das werden sie... werden zwangsweise zu einer Klage führen müssen, da Hartzi sonst nur noch Zehnägel kauen kann und ggf. sogar obdachlos werden würde.
Problem:
Bis so eine Klage durch ist, dauert es schon einmal 6 Monate... bis dahin ist aber deutlich weniger Geld da, weil schließlich so lange jeden Monat gekürzt wird, das heisst, das Geld, das dringend zum (Über-)leben gebraucht wird, steht nicht dann zur Verfügung, wenn es gebraucht wird. Im Prinzip ein Widerspruch in der Sozialgesetzgebung, die vorschreibt, dass Leistungen dann zur Verfügung stehen müssen, wenn sie gebraucht werden.
Kurzum
Es ist absurd.
Das Jobcenter hat vor Gericht keine Chance, diesen Schwachsinn bezahlen muss im Endeffekt der Steuerzahler.
Und wozu?
Weil in den Jobcentern Menschen sitzen, die von absolut nichts eine Ahnung haben, den Larry heraushängen lassen und sich aufspielen, als wären sie Gott persönlich und sie könnten es solchen Sozialschmarotzern mal so richtig beweisen.
Eigentlich ist ihnen nur wenig vorzuwerfen, denn diese Leute geben selbst zu, dass sie Entscheidungen über etwas treffen müssen, von dem sie keine Ahnung haben, auch gar nicht ausgebildet sind.
Aber da fragt man sich, wieso solche Menschen auf Leute losgelassen werden, die tatsächlich unterhalb der Armutsgrenze leben und von solchen Entscheidungen teilweise akut bedroht sind.
Im Übrigen geht in meinem Fall das Jobcenter auf jemanden los, der sich bewegt, der arbeitet und seine Energien in den Aufbau einer Selbständigkeit steckt, die in Zukunft zur Unabhängigkeit führen soll.
Seltsamerweise werden diejenigen jedoch gegängelt (denn so wie mir geht es auch noch 200.000 anderen), während andere zu Hause brav Fernsehzapping und Bierhumpen heben als Nationalsport betreiben.
Dienstag, 13. April 2010
Wer um das Sozialgericht tanzt...
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