Montag, 15. Februar 2010

Arbeitslosigkeit macht krank

Angesprochen wurde das Thema erneut in einem Beitrag auf Telepolis.de von Thomas Pany:

http://www.heise.de/tp/blogs/8/147083

Dem ist nicht viel hinzuzufügen.
Vor allem psychische Erkankunden treten gehäuft auf.

Es ist auch kein Wunder, Menschen, die seit Jahren wie der letzte Dreck und Abschaum behandelt werden, in der Öffentlichkeit ungefähr soviel Anerkennung erfahren wie eine Mücke an einem Sommerabend im Schlafzimmer, dürften wohl kaum von Lebensenergie überschäumen.

Das Totprügeln hat sich noch nicht wieder gesellschaftlich durchgesetzt, es wird jedoch kräftig in diese Richtung gearbeitet, zumindest sozial sind wir Sozialschmarotzer auf dem Niveau einer Kakerlake angelangt, von "Untermenschen" wird ohnehin längst wieder gesprochen, wenngleich auch andere Begriffe und Umschreibungen verwendet werden.
Wo wird das noch hinführen? In Diskussionen von wege unwerten Lebens?
Wenn Politiker derartige Vergleiche bringen, dann ist das angemessen, bringt die Gegenpartei ähnliche Vergleiche, sind diese unpassend und anmaßend.
Trotzdem verwende ich diese Worte, auch wenn sie keiner hören mag.

Sobald irgendwo durchdringt, von was man seinem Lebensunterhalt bestreitet, ist man nichts mehr wert, plötzlich wird einem die Grundlage entzogen. Mit SOLCHEN Menschen arbeitet man nicht zusammen...

Wer ständig angegriffen wird, sei es direkt oder indirekt, an dem wird das letzten Endes nicht spurlos vorbei gehen.

Und ja, auch ich nehme inzwischen Psychopharmarka, wenngleich auch derzeit noch Naturprodukte. Lediglich die folgenschweren Nebenwirkungen haben mich bisher davon abgehalten, ein Rezept mit schweren Antidepressiva anzunehmen.

Es gibt fernab von mir genügend Menschen, die längst aufgegeben haben, sich zurückgezogen in ihrer Bleibe vor sich hin leben und eigentlich nur noch auf den "Tag X" warten, an dem Sie morgens nicht mehr aufwachen.

Frust, Angst, Armut, Depressionen... Der Alltag von Arbeitslosen.

Wie tief der Frust in den Personen steckt, die in welcher Art auch immer etwas leisten und trotzdem keinen Fuss auf den Boden bekommen, das weiss ich aus eigener Erfahrung nur zu gut.

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